Arizona
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Blogbericht vom 23.08.2009:
Nun bin ich seit 5 Tagen wieder in meiner Heimat, endlich schaffe ich es euch nochmal zu schreiben. In Amerika (bzw. Arizona, Nevada und Kalifornien) ist eine Menge passiert: Ich habe viele neue Dinge kennengelernt – einige haben mir gefallen, einige auch nicht.
Sehr, sehr gut haben mir natürlich die Trucks gefallen. In meinen Augen haben sie einfach nur Stil. Sie sind 1000 Mal besser als die deutschen langweiligen LKW’s. Ich habe einige klasse Fotos gemacht, ich werdet später noch eins in der Fotocommunity entdecken.

Wenn wir mehr oder weniger schon im Straßenverkehr gelandet sind, mache ich nun mit den Kennzeichen der Autos weiter. Diese sind viel interessanter als in Deutschland: Es gibt für jeden Staat einen eigenen Hintergrund. So ist das Kennzeichen von Arizona zum Beispiel mit Saguaros hinterlegt. Außerdem kann man sich einen Namen ausdenken und wenn dieser noch nicht vorhanden ist an Stelle einer normalen Nummer verwenden. Wir haben beispielsweise ein Kennzeichen namens “ocndivr” (oceandiver) gesehen.

Zu den Menschen allgemein: Gerade weil es hier in Europa viele Vorurteile zu den Amerikanern gibt, hatte ich sie mir ein wenig anders vorgestellt. Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht: Ich finde der Anteil der netten Leute ist dort auf jeden Fall größer als hier. Außerdem gibt es dort zwar einige Übergewichtige, doch keinefalls so viele wie man sich gerne vorstellt oder gesagt bekommt.
Die Amerikaner sind keine jungen Pärchen gewöhnt. Aus diesem Grund durften meine Freundin und ich des Öfteren eine übernormale Freundlichkeit oder ein liebes Grinsen im Aufzug bemerken. Es war wirlklich witzig: Sie schienen es wirklich zu “geniesen” und haben sich anscheinend sehr für uns gefreut.
Ebenso super waren das regelmäßige kostenlose Nachfüllen der Getränke in Restaurants, der immer vorhandene Radioempfang (ob am Grand Canyon, in der Wüste oder hoch auf den Bergen), die Food Courts, die gelben Schulbusse und vor allem die Musik: Viel Rock und Country, passte natürlich super in die Gegend. Die Musik war teilweise wirklich geil.. dagegen sind die deutschen Radiosender schlecht, einfach nur schlecht.
Nun zu den Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben. Als erstes fällt mir da die Tax (wie Mehrwertsteuer) ein. Im Gegensatz zu Deutschland werden die Steuern erst im Nachhinein auf den Preis gerechnet. Als ich mir beispielsweise eine externe 2,5″ Festplatte mit 300 GB für 60 Dollar anschaute, wird an der Kasse erst die Tax dazugerechnet und ich bezahlte somit 64,86 Dollar bezahlt (Den Preis bezahlt man hier in Euro :-)). In Geldsachen nervten ebenfalls die 1-Dollar-Scheine. Man hat Ruckzug 20 Stück im Portmonnaie und kann diese dann abzählen, was ziemlich nervig ist. Diese Scheine wären als Münzen um einiges praktischer…
In Geschäften wird man zu 90 Prozent mit “How are you doing today?” begrüßt. Wenn es nun 5 Angestellte gibt und es fragt innerhalb von 1 Minute jeder genau das Gleiche ist das mehr als nervig. :-) Ebenfalls nervend waren die teilweise überzogenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Das Schnellste was ich gesehen habe waren 75 Mph, das sind gerade einmal 120 km/h. Die Highways sind meistens so wunderschön gerade, breit und lang…
Weil meine Freundin und ich keine 21 sind durften wir uns nicht an die Bar setzen, auch wenn wir keinen Alkohol trinken wollen. Wo ist der Sinn? Ob man jetzt 30 cm oder 2 Meter sind einem Bier-Trinkenden sitzt ist doch völlig egal.
Die Amerikaner haben so tolle Autos, so stilvolle Autos und so viele große Pick-Ups, warum haben sie alle Automatik..? Gerade in diesen Autos würde das Schalten Spaß machen.
Es gibt noch einige viele Punkte, viele Kleinigkeiten, doch langsam ist dieser Eintrag lang genug :-) Amerika hat sich auf jeden Fall sehr, sehr gelohnt. Es war ein besonders schöner Urlaub, vor allem wegen meiner Freundin und der Landschaft dort. Alleine der Grand Canyon.. gigantisch ist sehr untertrieben. Nach einigen Tagen habe ich meine über 3000 Fotos endlich sortiert, ich bin sehr zufrieden. Die nächsten Tage/Wochen werde ich mir die Zeit nehmen die besten Fotos zu bearbeiten und euch zu zeigen.

Mein Name ist Dennis Spohr.




